Auf dem Weg sein heißt wissen, dass es viel zu lernen gibt und viel herauszufinden. Auf dem Weg sein heißt, Defizite als Potentiale sehen und Fehlschläge als lehrreiche Episoden. Auf dem Weg sein heißt, nicht so sehr Anfang und Ende zu wollen, sondern einen guten Nordstern, das Gepäck voller Werkzeug und links und rechts gute Weggefährten. Auf dem Weg sein heißt, eher die Pfadfinderregel zu befolgen als die Regeln von Sun Tsu. (Also eher guten Boden zu hinterlassen, nicht etwa Leichen.) Auf dem Weg sein heißt, wachsam und achtsam zu sein, hinter jeder Biegung des Wegs kann ein Ungetüm warten oder ein Schatz. Auf dem Weg sein heißt genau hinsehen, weil Ungetüme Schätze sein können und umgekehrt, das weiß man vorher nicht immer. Auf dem Weg sein heißt, dass der Weg das Ziel ist, und das Ziel der Weg, und weg vom Ziel auch ein Weg zum Ziel. Auf dem Weg sein heißt, dass das Briefing von heute ein Debriefing von morgen ist, und der Mut von heute hoffentlich die Demut von morgen. Und auf dem Weg sein heißt, heute schon Freude zu haben und zu machen. Weil man nicht auf das vermeintliche Fertigsein warten will. Und wenn man doch einmal fertig ist, heißt auf dem Weg sein wissen, dass jedem Ende (und natürlich Anfang) ein Zauber innewohnt, der uns beschützt und der uns leben lässt.