Wir sind immer irgendwie „auf dem Weg“. Morgens wenn der Wecker klingelt stehen wir auf und gehen zum Badezimmer. Von dort aus in die Küche um einen Kaffee zu kochen und zu frühstücken. Wir machen uns fertig und gehen zur Arbeit. All dies ist so eingeschliffen in unserem tägichen tun, dass wir es nicht mehr hinterfragen.

Das selbe gilt für Projekte die wir beginnen. Wir haben bereits das ein oder andere Projekt schon hinter uns und wissen genau wie wir etwas anpacken müssen um das Projekt zum Erfolg zu bringen. Wir visualisieren sozusagen diesen Weg zum Projekterfolg. Aber wie bei allem anderen auch kommt es manchmal zu unvorhersehbaren Ereignissen die uns daran hindern bekannte Wege zu gehen. Stau auf der Autobahn und schon fragen wir das Navigationssystem nach einer alternativen Route. Wir holen uns immer wieder Rat und Inspiration im Internet z. B um etwas Essbares mit den Resten des Kühlschranks zu kochen, in Zeitschriften um nachzuschauen welche Diät nun zu den eigenen Lebensumständen am besten passt und bei Freunden wenn man mal nicht klar kommt mit den mürrischen Nachbarn oder keine Ahnung hat wie man Karottenflecken entfernt.

Nur im Projektalltag mal jemanden um Rat oder Hilfe zu bitten weil man sich nicht sicher ist ob man auf dem richtigen Weg ist, ist um einiges schwieriger. Dabei gibt es ja seit Scrum auch offizielle Wegbegleiter die einem Projektteam coachen und unterstützen. Auch im klassischen Projekmanagment gibt es oftmals Untersützung von einem erfahreren Projektmanagementoffice. Nichts desto trotz brauchen wir auch immer wieder Inspiration und Hilfe von Menschen die zwar nicht auf dem gleichen Weg wie wir sind – sprich nicht im gleichen Projekt – die uns jedoch mit ihrer Erfahrung ein wenig Wegzehrung geben und dazu zwingen eine Pause zu machen und mal die Landschaft zu betrachten bevor wir weiter marschieren.

Und solche Menschen finden wir jährlich auf unseren PMCamps. Deshalb ist mein imaginärer Rucksack leer wenn ich auf ein PMCamp gehe und quillt über vor Ideen und Motivation wenn ich nach zwei Tagen wieder weitergehe. Man trifft neue und alte Bekannte, tauscht sich aus, bekommt Feedback und Mut, ist Mentor und Mentee. Das PMCamp ist für mich unübertrefflich was den Austausch von Erfahrung im Projektmanagement angeht. Nirgends nehme ich so viel mit wie an diesen zwei Tagen von denen ich ein ganzes Jahr zehren kann.

Ich freue mich, dass das PMCamp in München eine Möglichkeit ist dass alle Teilgeber- und nehmer Wegbegleitern werden und wir uns anschliessend an Session und Menschen erinnern wenn wir wieder auf den Weg sind … in Projekten und im Leben allgemein.

Melania