Unscharf. Verschwommen. Die Gefahr sich zu verzetteln. Raum für Missverständnisse. Man läuft und kommt nicht an. Gefühlt ist kaum Zeit nachzudenken was wirklich wichtig ist.
Retrospektiv betrachtet sind es häufig ein paar wenige Schritte die einen zum Ziel geführt haben. Wie identifiziert man diese aber im Grundrauschen von Projekten? Und noch wichtiger, wie schafft man es sich von lange relvant geglaubten Arbeitsschritten zu verabschieden? Das ist als Individuum schon herausfordernd. Wie führt man diesen Befreiungsschlag aber im Team oder gar unternehmensweit?
 
Noch schwieriger scheint es zu sein direkt die Frage nach der Effektiviät zu stellen, wenn alle ausgelastet sind. Effizienz fühlt sich häufig gut an. Man arbeitet an vielem gleichzeitig. Ist wichtig. Man nutzt seine Zeit bis zur letzten Sekunde aus. Doch es ist fraglich wie viel man in diesem Modus effektiv bewegt? An wie vielen Sachen macht es wirklich Sinn zu arbeiten? Und warum arbeitet man eigentlich oft an so vielen Dingen gleichzeitig? Vielleicht liegt es daran, dass man Konflikte vermeiden will. Untergraben sie doch die Effizienz. Es sind aber nicht selten gerade Konflikte – der Austausch und die Schnittmenge unterschiedlicher
Perspektiven/ unterschiedlichen Wissens – die einen das Wesentliche erkennen lassen und wirklich weiterbringen. Aber wie führe ich Konflikte zu einer Schnittmenge, die wie eine Linse die unterschieldichen Perspektiven einfängt und zu einem scharfen Punkt fokussiert?
 
Vielleicht gibt es auch Momente in denen eine gewisse (Zer-)Streuung gut ist. Etwas, dass im ersten Moment als nicht zielführend erscheint entpuppt sich nicht selten als Raum in dem Kreativität stattfinden kann und echte neue Lösungen entstehen. Wann ist es gut out of focus zu sein? Und wie kommt man da hin? Und… achja wieder raus?
 
Unzufriedenheit und Befreiung, beides scheint im out of focus nahe zusammmen zu liegen.
Im letzten Juliwochenende wollen wir gemeinsam mit euch dieses Spannungsfeld aufmachen – dieses Feld in dem so viel möglich ist, es erforschen und herausfinden wie viel Ineffizienz wir
uns erlauben können um uns auf das Wesentliche zu fokusieren.